Die ZiAB wurde im August 2015 gegründet, nachdem Freiwillige im Asylzentrum Eigenthal gravierende Missstände aufgedeckt hatten und das Swiss Forum for Migration der Universität Neuchâtel den Bericht «Wir können uns ein Abseitsstehen der Zivilgesellschaft nicht leisten» veröffentlichte.
Die ZiAB war seit ihrer Gründung der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht (SBAA) als unabhängiges Projekt angegliedert. Seit 2026 ist sie Teil der Vereinsstruktur der SBAA. Die ZiAB ist staatlich unabhängig und konfessionslos.
Die ZiAB setzt sich aus drei Gremien zusammen:
Camilla Alberti
ist Postdoc-Forscherin am Institut für Ethnologie der Universität Neuchâtel. Ihre ethnographische Forschung befasst sich mit den Praktiken rund um die Aufnahme von Geflüchteten in der Schweiz. Der Fokus liegt auf der Auslagerung von behördlichen Aufgaben an dritte, die damit einhergehenden Vertragsausgestaltung und deren Auswirkungen auf Unterbringung, Betreuung und Integration von Menschen im Exil. Sie ist in der Vereinigung asile.ch aktiv und Mitglied des Redaktionskomitees. Ihre Informationszeitschrift hat zum Ziel, über aktuelle Entwicklungen im Migrationsbereich zu berichten, indem sie Flüchtlingen und schutzsuchenden Personen sowie denjenigen, die sich an ihrer Seite engagieren, eine Stimme verleiht. Außerdem arbeitete sie ein Jahr lang bei den Parlamentsdiensten in den Ausschüssen für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie den Ausschüssen für politische Institutionen.
Olivier Flechtner
arbeitet als Strafverfolger im Bereich der Heilmittelkriminalität, ist Mitglied des Grossen Rates im Kanton Freiburg und engagierte sich lange Jahre im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Er ist Mitglied der Freiwilligengruppe Flüchtlinge Willkommen im Sensebezirk, welche im Bundesasylzentrum Guglera in Giffers aktiv ist. Er setzt sich in der Steuergruppe ein, weil ihm wichtig ist, dass die ZiAB mit den aktiven Freiwilligen vernetzt bleibt und Informationen und Anliegen aus deren Tätigkeiten direkt in die Arbeit der ZiAB einfliessen können.
Sophie Guignard
ist seit 2021 Co-Geschäftsleiterin von Solidarité sans frontières (SOSF). Die Organisation setzt sich für die Grundrechte aller migrierten und geflüchteten Menschen ein, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Sie hat Sozialwissenschaften und Pädagogik an den Universitäten Neuchâtel und Bern und an der PH Lausanne studiert.
Lukas Niederberger
ist als ehemaliger Geschäftsleiter der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG)Gründungsmitglied der ZiAB. Er initiierte 2014 die Studie «Zivilgesellschaftliches Engagement im Flüchtlingswesen – Standortbestimmung und Handlungsbedarf» des Swiss Forum for Migration (SFM). Die ZiAB wurde von 2015-2023 von der SGG finanziell mitgetragen. Lukas Niederberger leitet die Stiftung Pro Patria und wirkt als Publizist sowie als Berater in zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Ehemalige
Ruth-Gaby Vermot (Mitinitiantin ZiAB), Tony Mehr (IG Zentrum Gubel), Amanda Ioset (Solidarité sans frontières), Regula Grünenfelder (Mitinitiantin ZiAB), Karin Ottiger (Mitinitiantin ZiAB), Alicia Giraudel (Amnesty International), Denise Graf (Amnesty International, droit de rester)
Chiara Bugmann (sie, ihr)
ist seit März 2026 Leiterin der Fach- und Koordinationsstelle ZiAB. Sie hat European Global Studies an der Universität Basel studiert und hat mehrjährige Berufserfahrung in Jugendorganisationen. Neben
ihrer beruflichen und universitären Laufbahn engagiert sie sich seit Jahren
freiwillig in Projekten im Asyl- und Migrationsbereich. Aktuell ist sie als
Freiwillige beim Solidaritätsnetz Bern aktiv.
Mitglieder der Plattform sind Organisationen und Personen, die sich im Asylbereich – insbesondere in Bundesasylzentren – engagieren und sich (in Ergänzung zu staatlichen Stellen und Organisationen mit einem staatlichen Auftrag) für einen würdigen Umgang mit Geflüchteten einsetzen. Die Plattform steht allen Interessierten offen.